Werden wir die Maske vermissen?
#78

Werden wir die Maske vermissen?

Am 18. März hat der Bundestag der Änderung des Infektionsschutzgesetzes zugestimmt. Damit ist die bisherige Rechtsgrundlage für die meisten Corona-Schutzmaßnahmen ausgelaufen. Nach einer Übergangsregel heißt es nun seit dieser Woche, dass die Maskenpflicht im Handel und auch darüber hinaus weitgehendst verschwindet. Die politische Entscheidung und auch der Stichtag zur Umsetzung erfolgen in einer Hochinzidenzphase und basieren nicht auf einem Ende der Corona-Pandemie, sondern auf juristischen Einschätzungen aufgrund einer geringeren Gefahr für das Gesundheitswesen. Der Bundesgesundheitsminister ist wie viele Mediziner und Virologen besorgt und appelliert an Handel und Bürger. Doch die Maske ist für viele Menschen ein Symbol für zwei Jahre Pandemie-Belastungen und Einschränkungen. Und entgegen allen Umfragen wäre es mehr als optimistisch zu erwarten, dass auf breiter Front weiter freiwillig eine Maske genutzt wird. Unser Verhältnis zur Maske kann man bestenfalls als Hass-Liebe bezeichnen – obwohl sie uns über zwei Jahre ein treuer Begleiter war.
Episode 078 
Für die neue Episode der Turtlezone Tiny Talks werfen Dr. Michael Gebert und Oliver Schwartz einen Blick zurück auf zwei Jahre mit der Maske. Vom ersten Run im Frühjahr 2020 mit mangelnder Qualität und völlig überteuerten Preisen, über die kreativen und stylischen Community-Masken bis hin zu OP- und FFP2-Masken als preiswerte Wegwerfprodukte, die zum Müllproblem werden. Eine Achterbahnfahrt, begleitet von wütenden Debatten und Geschäftemachern. Doch bleibt jenseits der Frage, ob wir spätestens im nächsten Herbst „Hello Again!“ zur Maske sagen müssen, eine erhöhte Sensibilität für Schutz und Rücksichtnahme auf Mitmenschen?