Klimawandel - Wird die Dürre bald normal?
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Klimawandel - Wird die Dürre bald normal?

Ein internationales Forscherteam unter Leitung des Leipziger Umweltforschungszentrums prognostiziert für die Zukunft Dürrezeiten von bis zu 200 Monaten. Sie sagen: „Kein anderes Dürreereignis in Europa in den vergangenen mehr als 250 Jahren hatte eine so große räumliche Ausdehnung wie in den Jahren seit 2018.“ Und weiter: „Die politischen Entscheidungsträger sollten darauf vorbereitet sein, dass die Dürreperioden in Zukunft noch viel stärker ausfallen könnten. Vor allem für die Agrarpolitik sollte das ein Weckruf sein, sich mit geeigneten Maßnahmen gegen den drohenden Wassermangel auseinanderzusetzen.“ Die Zitate stammen von Dr. Oldrich Rakovec und Dr. Luis Samaniego. Folgt man diesem Szenario der Experten wird klar, wie wichtig in Zukunft eine Wasserbevorratung wird und dass man verhindern muss, dass Wasser noch weiter zum Spekulationsobjekt wird. Die Forscher regen an, verstärkt auf die Zucht von hitzeresistenteren Pflanzen zu setzen und auf ausreichende unterirdische Wasserreservoirs und intelligente Bewässerungssysteme. Wohlgemerkt für Deutschland und Europa. Für andere Regionen der Welt dürften die Probleme noch viel größer werden. Wenn wir zulassen, dass Wasser in Entwicklungsländern verstärkt zu unbezahlbarer Handelsware wird, werden immer stärkere Dürren in Zukunft auch die Flüchtlingsströme weiter ansteigen lassen.
Episode 097 
Im dritten Teil des Dürre-Specials bei Turtlezone Tiny Talks werfen Dr. Michael Gebert und Oliver Schwartz, im Zeichen des Klimawandels, einen Blick in die Zukunft und sprechen über mögliche Maßnahmen, die Folgen von Dürre-Katastrophen zu mindern. Dazu gehört auch ein Umdenken bei der Lebensmittelproduktion. Eine spannende Debatte, die uns alle angeht.