Ghosting - Schweigen statt Kommunikation?
#50

Ghosting - Schweigen statt Kommunikation?

Der Begriff „Ghosting“ ist in der Forschung von zwischenmenschlichen Beziehungen im privaten Umfeld etabliert. Viele Menschen leiden darunter, wenn in Freundschaften, Liebes-Beziehungen oder nach dem Dating plötzlich ein Kontakt- und Kommunikationsabbruch erfolgt. Dieses Schweigen und der Umstand, dass Kontaktversuche ins Leere laufen, wird oft noch als viel belastender und quälender empfunden als einen „Korb“ zu bekommen oder eine Beziehung einvernehmlich oder im Streit zu beenden. Das „Ghosting“ wird mittlerweile aber auch als gesellschaftliches Phänomen und Problem erkannt und wird auch immer stärker im Business-Umfeld diskutiert. Die provokante Frage lautet: „Ist Ghosting ein immer weitverbreiteteres Symptom einer Ära von Unverbindlichkeit, Egoismen und zwischenmenschlicher Verrohung?“
Episode 050 
Im Business- oder auch HR-Kontext hat „Ghosting“ natürlich vielfältige Gründe. Es kann also durchaus auch ein sogenanntes „Fahrlässiges Ghosting“ sein. Das klingt zwar netter ist eigentlich aber genauso desaströs, da es entweder von Überforderung oder -noch schlimmer- von schlichtweg schlechter Organisation zeugt. Es ist aber auch neben der Überforderung oft ein Desinteresse, manchmal auch eine Machtfrage, viel häufiger aber der Wunsch Konflikte und Probleme zu vermeiden.
In der Jubiläums-Episode 50 der Turtlezone Tiny Talks greifen Dr. Michael Gebert und Oliver Schwartz die Debatte auf und gehen den Ursachen und Folgen des „Ghosting“ auf den Grund. Spannende 20 Minuten zu einem Thema, das viele Menschen schon einmal beschäftigt hat. Hör-Tipp!